Herzlich Willkommen

Entsprechend der aktuellen Lage haben auch wir unsere Arbeit neu organisiert. Sie erreichen uns am besten über die zentrale Mailadresse kontakt@mobim.info, wir reagieren zeitnah und rufen bei Bedarf gern zurück. Aktuell führen wir Beratungen telefonisch und per Videokonferenz durch, aber auch im Rahmen der gültigen Hygienebestimmungen persönlich und vor Ort. Unser Träger, der Geschichtsort Villa ten Hompel, ist seit dem 8. Mai 2020 zudem für einen eingeschränkten Publikumsverkehrt geöffnet, so dass auch Termine in unseren Räumen stattfinden können. Gemeinsam werden wir versuchen, die jeweils beste Lösung zu finden, um Sie weiterhin zu beraten und zu unterstützen. Wir danken für Ihr Verständnis.

mobim-analysen 06/2020: Rechtsoffene Unübersichtlichkeit.

„Corona-Proteste“ und Verschwörungsmythen im Regierungsbezirk Münster

Demonstration in Münster am 30.5.2020, Protestfotografie Münster

Die Maßnahmen, die Bundes- und Landesregierung in den Wochen seit März 2020 zur Eindämmung der Covid19-Pandemie beschlossen haben, haben zu weitgehenden Einschränkungen geführt, die für viele Menschen finanziell und sozial problematisch waren und sind. Die entsprechenden Folgen und jeweils aktuellen Beschlüsse müssen demokratisch diskutiert und immer wieder auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft werden – auch und gerade vor dem Hintergrund einer für alle neuen Situation.

Nach einer ersten Phase breiter Zustimmung zu den Maßnahmen, die gerade aus extrem rechter Perspektive zunächst nicht drastisch genug sein konnten, rufen spätestens seit Ende April aber in vielen Orten auch im Regierungsbezirk ganz unterschiedliche Menschen und Gruppen zum Protest auf – gegen die aus ihrer Sicht völlig überzogenen Maßnahmen, gegen die Regierung und ihre „Hintermänner“, gegen angeblichen Impfzwang und gegen Bill Gates und seine Rolle in einer vermute- ten geheimen Verschwörung gegen die Bevölkerung.

Diese und andere Deutungen der Krise finden da- bei nicht nur in abgeriegelten Messengergruppen Sozialer Medien oder im Rahmen kleiner Kundgebungen statt. Sie finden Eingang in die Diskussionen im Familien- und Freundeskreis, werden in Facebookgruppen gepostet und rege kommentiert und vor dem Supermarkt diskutiert. Das ein oder andere mag schräg klingen, aber da werden ja erstmal nur Fragen gestellt – so heißt es dann häufig.

Welche Fragen das sind, welche Gruppen im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland auf die Straße gehen und sich digital vernetzen und warum die dort vertretenen Erzählungen eine Herausforderung für die Demokratie sind – darauf versuchen wir mit diesem Analysepapier erste Antworten zu geben und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

(Foto von Protestfotografie Münster, online unter https://www.flickr.com/photos/146612817@N07/49953241206/in/album-72157714516267992/)

Gedenken an Opfer rechter Gewalt

Im Rahmen der aktuellen Onlineangebote des Geschichtsorts Villa ten Hompel stellt Kathalena Essers aus dem Team der Mobilen Beratung in Münster die Relevanz von Gedenken an Opfer rechter Gewalt dar, geht dabei auch auf heute in der öffentlichen Wahrnehmung kaum erinnerte Gewalttaten und ihre Opfer ein und empfiehlt Veröffentlichungen und Initiativen zum Thema:

Mobile Beratung

Die Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster unterstützt alle, die sich im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Ungleichwertigkeitsvorstellungen auseinandersetzen wollen oder müssen.

Wir bieten Beratung, Qualifizierung und Begleitung kostenfrei und vertraulich an, um Handlungsunsicherheiten abzubauen und gemeinsam mit den Beratungsnehmenden Lösungsansätze zu entwickeln.

Dabei sind wir Teil der Mobilen Beratung in Nordrhein-Westfalen und des Bundesverbands Mobile Beratung und arbeiten nach gemeinsamen Grundsätzen und Qualitätsstandards.

Logo der Mobilen Beratung in NRW